Wege aus der Spielsucht.
Glücksspielabhängigkeit ist eine anerkannte Erkrankung, kein Versagen der Willenskraft. In Leverkusen stehen Betroffenen und Angehörigen kostenfreie, diskrete Anlaufstellen offen.
Betroffene in Deutschland
Verbesserung bei Therapie
Kosten für Beratung in LEV
Anzeichen einer Spielsucht
Eine Glücksspielstörung entwickelt sich oft schleichend. Diese Hinweiszeichen helfen dabei, das Muster frühzeitig zu erkennen.
Kontrollverlust
Glücksspieler, die betroffen sind, können das Spielen häufig nicht beenden, auch wenn sie es wollen. Die Unfähigkeit, einen klaren Schlusspunkt zu setzen, gilt als zentrales Warnsignal.
Finanzielle Not
Schulden häufen sich an, Geld für lebensnotwendige Ausgaben wird für das Spielen verwendet. Betroffene versuchen oft, Verluste durch weiteres Spielen auszugleichen – ein häufig ruinöser Kreislauf.
Soziale Isolation
Freundschaften und familiäre Bindungen werden vernachlässigt. Das Glücksspiel nimmt immer mehr Raum ein, Lügen und Ausreden gegenüber dem Umfeld nehmen zu.
Gedankenzwang
Gedanken kreisen nahezu ständig um Spielmöglichkeiten, Gewinne oder Verluste. Auch in der Arbeit oder im Gespräch fehlt die Konzentration auf das Wesentliche.
Diskrete Hilfe vor Ort in Leverkusen.
Kostenlos. Anonym. Professionell.
Caritasverband Leverkusen
Diakonisches Werk Leverkusen
Fachstelle für Suchtprävention (SKM)
Alle Beratungsstellen unterliegen der Schweigepflicht. Ein Erstkontakt ist ohne Namensangabe möglich.
„Eingestehen zu können, dass man Hilfe braucht, ist nicht Schwäche – es ist der Beginn der Genesung."
Selbsthilfegruppen in Leverkusen
Spieler-Anonym (GA) und weitere Gruppen bieten regelmäßige Treffen für Betroffene und Angehörige. Gemeinschaft ist ein wesentlicher Teil des Genesungswegs.
Häufige Fragen
Grundlegende Informationen zur Spielsucht, zu Hilfsangeboten in Leverkusen und zum Weg in die Behandlung.
Was ist Spielsucht (Glücksspielstörung)?
Glücksspielstörung (Pathologisches Glücksspiel, ICD-11: 6C50) ist eine anerkannte psychische Erkrankung. Betroffene können das Glücksspielen trotz negativer Konsequenzen nicht kontrollieren. Sie ist behandelbar – in der Regel durch Psychotherapie, Selbsthilfegruppen und ggf. medikamentöse Unterstützung.
Ist die Beratung in Leverkusen kostenlos?
Ja. Die Suchtberatungsstellen in Leverkusen – darunter Caritas und Diakonisches Werk – werden aus öffentlichen Mitteln finanziert und sind für alle Bürgerinnen und Bürger sowie deren Angehörige kostenfrei.
Muss ich meinen Namen angeben?
Nein. Viele Beratungsstellen ermöglichen einen anonymen Erstkontakt. Die Berater unterstehen der gesetzlichen Schweigepflicht. Wer Hemmungen vor dem persönlichen Gespräch hat, kann auch telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufnehmen.
Wie erkenne ich, ob ich spielsüchtig bin?
Typische Hinweise sind: zunehmendes Zeitaufwand für Glücksspiele, Verlustjagd (Versuche, Verluste durch weiteres Spielen zu kompensieren), Vernachlässigung von Arbeit und Beziehungen, Lügen gegenüber dem Umfeld sowie Reizbarkeit beim Versuch, das Spielen einzuschränken. Standardisierte Selbsttests bieten z. B. die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an.
Gibt es Selbsthilfegruppen in Leverkusen?
Ja. Spieler-Anonym (GA) und andere Selbsthilfegruppen treffen sich regelmäßig in Leverkusen und im Umland. Aktuelle Termine und Treffpunkte finden sich auf der Seite der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) sowie direkt bei den lokalen Beratungsstellen.
Was tun, wenn ein Familienmitglied betroffen ist?
Angehörige sind oft stark mitbelastet. Beratungsstellen wie der Caritasverband Leverkusen bieten auch spezielle Angebote für Familien und Partnerinnen und Partner an. Gam-Anon ist eine internationale Selbsthilfeorganisation speziell für Angehörige von Spielsüchtigen.
Wie lange dauert eine Therapie?
Das hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. Ambulante Beratung und Kurztherapien können einige Monate umfassen, stationäre Rehabilitationsmaßnahmen in der Regel 8 bis 16 Wochen. Nach der eigentlichen Therapie ist eine nachsorgende Begleitung wichtig, um Rückfälle zu vermeiden.
Welche Rolle spielen Online-Casinos?
Online-Glücksspiele gelten aufgrund ihrer ständigen Verfügbarkeit, der schnellen Spielabfolge und gezielter Designelemente als besonders rückfallgefährdend. Seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) dürfen Online-Casinos in Deutschland nur noch mit Bundeserlaubnis betrieben werden; ein verpflichtendes Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat ist vorgesehen.